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Erstkommunion


 

Wenn die Kinder im dritten Schuljahr sind, werden sie in unserer Gemeinde eingeladen, an der Vorbereitung auf die Erstkommunion teilzunehmen. Sie werden dazu nach den Sommerferien angeschrieben. Wenn Sie keinen Brief erhalten, weil Sie z.B. außerhalb unserer Pfarrei leben oder erst kürzlich zugezogen sind, melden Sie sich bitte. 

 

Das übliche Wort "Erstkommunion" beschreibt rein wörtlich sehr gut, worum es geht: Zum ersten Mal Teil der "Communio", der Gemeinschaft, zu sein. Und doch steht die Erstkommunionvorbereitung und -feier immer in der Gefahr, als eher volkstümlich-bürgerliche Floskel für eine Familienfeier zu stehen. Wohlwahr: Kinder dürfen sich durch die Feier der Erstkommunion im vollen Bewußtsein als gesegnete und "eigenständige" Personen empfinden. Und Eltern auch stolz sein auf ihr Kind, auf das, was sie gebildet und begleitet haben, mit großen Einsatz, sich selber oft genug hintenanstellend.

 

Für all das Gute Dank zu sagen, Gott zu loben, ihn aber auch um Wandlung dessen zu bitten, was noch ungut ist - das ist der Brückenschlag, warum es nicht nur eine "Kindersegnung" gibt, sondern die erste Teilhabe an der eucharistischen Tischgemeinschaft der Kirche. Eucharistie heißt "Danksagung". Und in der Eucharistie feiern wir Wandlung. 

 

Gott hat uns in Jesus Christus seine Liebe zur Welt "innwändig" gezeigt. In seiner Lehre, in seinem Handeln an und für andere Menschen, in seinem Leiden, Sterben und Auferstehn. All diese Elemente tauchen in der Hochform unserer Liturgie, der Eucharistiefeier auf: Wir preisen Gott für Jesus, den wir Nahe bei uns wissen. Wir hören aus der Überlieferung der Geschichte der Menschen mit Gott, besonders von Jesus. Wir erinnern uns an die Hingabe (lat. offertorium = unser Wort "Opfer") Jesu aus Liebe, solcherart, dass wir glauben: Das geschieht heute immer wieder, es ist kein historisches, sondern ein gegenwärtiges, reales Geschehen. Jesus ist ganz und gar unter uns in den Gestalten von Brot und Wein. So hat er selber seine Hingabe gedeutet. Das Brot steht dabei für ein Grundnahrungsmittel, für das Wachsen und Entstehen. Der Wein steht für Freundschaft und Festlichkeit. 

 

Nicht nur für die Kinder sind die Monate der Vorbereitung (Katechese = hinhören, unterweisen, erfahren) eine intensive Zeit, in der sie die Person Jesu besser kennenlernen, zusammen beten, ein erstes Mal das Sakrament der Versöhnung ("Beichte") empfangen, sondern auch für die Eltern. Denn sie setzen sich zwangsläufig selber mit ihrem Glauben auseinander. Für die ganze Familie bietet diese Vorbereitungszeit damit eine Chance der Glaubensvertiefung.

 

Auch unabhängig von der Kinder-Kommunion ist allen Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit gegeben, den Weg hin zur Aufnahme in die Tischgemeinschaft der Kirche zu gehen. Denn bei weitem nicht alle Kinder gehen heute noch zur Kinderkommunion. Sprechen Sie uns deshalb gerne an, wir finden einen individuell guten Weg für Sie.

 


Ansprechpartnerin:Builetta Angela

Angela Bulitta, Pastoralreferentin

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